Das Geheimnis der billigen Shirts

Ausreichend Verpflegung, ein gute und sichere Arbeit und eine gemütlich, kuschelige Unterkunft wird den Arbeitern in den Textilfabriken in Indien, Pakistan und China versprochen. Doch werden diese Versprechen nicht eingehalten! Noch schlimmer… Die Arbeiter werden ausgebeutet.

Allein die Tatsache, dass es sich hierbei nicht immer um Arbeiter männlicher Seite handelt, sondern um kleine Mädchen oder auch junge Frauen, welche diese Versprechungen zugesagt bekommen, jedoch nicht erfüllt werden, ist erschreckend genug.

 

Aber wie kommt es dazu?

In Indien beispielsweise muss die Familie der Frau einen hohen Brautpreis an die Familie des Mannes zahlen. Da viele genau diesen Preis nicht zahlen können bzw. dieser viel zu hoch ist, muss das Geld irgendwie beschafft werden.

Und hier kommen Menschenhändler ins Spiel. Diese nutzen die Situation der Familie komplett aus und versprechen den Mädchen Verpflegung, eine gute Arbeit und eine Unterkunft. Dazu noch einen akzeptablen Lohn. Das dies aber nicht der Fall ist, lässt sich an den teils billigen T-Shirts, den sogenannten Billigklamotten, erkennen.

Die jungen Frauen gelten als Rechtslos in den Fabriken. Sie arbeiten 12-16h am Tag und auch teilweise 24h am Stück. Sie  werden sexuell belästigt, angebrüllt oder gar geschlagen, wenn sie sich nicht grad an den alten und dringend erneuerbaren Maschinen verletzen. In der Nacht schlafen sie auf dem kalten Boden, eng nebeneinander ohne große Bewegungsmöglichkeiten. Der versprochene Mindestlohn wird ebenfalls nicht eingehalten und eher für die 150 Milliarden Euro Gewinn pro Jahr, durch die Ausbeutung, ersetzt.

Manche Mädchen sehen dann nur den Selbstmord als einzigen Ausweg aus den nicht menschenwürdigen Unterfangen.

Armut führt zu noch mehr Armut

Allgemein lässt sich sagen, dass viele Menschen in Armut nach Arbeit suchen. Arbeit finden sie bei Menschenhändler die „Geld versprechen“, welches sie schlussendlich nicht bekommen. Dieses nicht verdiente Geld lässt die Arbeiter und Arbeiterinnen wieder in Armut verfallen und somit in einen Teufelskreislauf, indem es schwer ist wieder heraus zu kommen.

Quelle: www.sklaverei-in-mode.de